So erstel­len Sie ein kor­rek­tes Impres­sum für Ihre Dis­ser­ta­ti­on – mit kos­ten­lo­ser Vor­la­ge für Ihre Dok­tor­ar­beit

Ohne ein Impressum können Sie Ihre Doktorarbeit nicht veröffentlichen. Hier erfahren, was Sie dabei beachten müssen. Bonus: Gratis Vorlage zum Download.

Nach­dem Sie Ihre Dok­tor­prü­fung bestan­den und die letz­ten Kor­rek­tu­ren an Ihrer Dok­tor­ar­beit vor­ge­nom­men haben, kön­nen Sie Ihr Werk ver­öf­fent­li­chen. Doch bevor Sie Ihre Dok­tor­ar­beit der Dru­cke­rei über­ge­ben oder in Form einer Online-Ver­öf­fent­li­chung ein­rei­chen kön­nen, benö­ti­gen Sie ein recht­lich kor­rek­tes Impres­sum. Alle Bücher, die der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wer­den, unter­lie­gen in Deutsch­land dem Pres­se­recht. Aus die­sem Geset­zes­text geht neben ande­ren Rege­lun­gen auch eine Impres­sums­pflicht her­vor.

 

Das heißt: Ohne Impres­sum kann Ihre Dok­tor­ar­beit nicht ver­öf­fent­licht wer­den. Ist das Impres­sum hin­ge­gen feh­ler­haft oder unvoll­stän­dig ris­kie­ren Sie teu­re Abmah­nun­gen und neh­men auf­wän­di­ge Nach­bes­se­rungs­ak­tio­nen in Kauf. Daher zei­ge ich Ihnen in die­sem Arti­kel, wie Sie ein kor­rek­tes Impres­sum für Ihre Dis­ser­ta­ti­on erstel­len kön­nen und was Sie dabei beach­ten müs­sen. Begin­nen wir aber zunächst mit eini­gen grund­le­gen­den Infor­ma­tio­nen zum all­ge­mei­nen Ver­ständ­nis.

 

Was ist ein Impres­sum?

Ein Impres­sum ist eine gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Anga­be in Publi­ka­tio­nen oder digi­ta­len Medi­en, die Infor­ma­tio­nen über den Autor, Her­aus­ge­ber, Ver­lag oder die Redak­ti­on ent­hält. Auf die­se Wei­se sol­len die Per­so­nen, die für den Inhalt pres­se­recht­lich ver­ant­wort­lich sind, kennt­lich gemacht wer­den. Zudem wer­den häu­fig auch zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen wie Dru­cke­rei, ISBN-Num­mer, Erschei­nungs­jahr und Erschei­nungs­ort auf­ge­führt. Je nach Art des Ver­öf­fent­li­chungs­me­di­ums und nach dem Pres­se­ge­setz des jewei­li­gen Bun­des­lan­des kön­nen die Pflicht­da­ten im Impres­sum vari­ie­ren.

 

Grund­sätz­lich stellt das Impres­sum einen Bereich inner­halb Ihrer Dok­tor­ar­beit dar, der iso­liert zu betrach­ten ist und nicht zu Ihrem eigent­lich Inhalt gehört. Daher wird das Impres­sum übli­cher­wei­se auch erst bei der Ver­öf­fent­li­chung und nicht schon bei der Ein­rei­chung Ihrer Dok­tor­ar­beit erstellt. Der Name „Impres­sum“ stammt dabei von der latei­ni­schen Bezeich­nung „impres­sum“ ab und bedeu­tet so viel wie „Hin­ein­ge­drück­tes“ bzw. „Auf­ge­drück­tes“. Dies unter­streicht den addi­ti­ven Cha­rak­ter die­ses Zusat­zes und gibt Hin­wei­se auf die Posi­ti­on inner­halb der fina­len Dis­ser­ta­ti­ons­schrift.

 

Wo befin­det sich das Impres­sum inner­halb Ihrer Dis­ser­ta­ti­on?

Ins­ge­samt haben sich zwei Mög­lich­kei­ten zur Posi­tio­nie­rung des Impres­s­ums in der deut­schen Ver­lags­bran­che durch­ge­setzt:

  1. Am Anfang der Ver­öf­fent­li­chung, vor dem Inhalt.
  2. Am Ende der Ver­öf­fent­li­chung, nach dem Inhalt.

 

Bei­de Posi­tio­nen sind recht­lich in Ord­nung, wobei Vari­an­te 1 häu­fi­ger genutzt wird. In die­sem Fall wird das Impres­sum unmit­tel­bar zu Beginn der Dis­ser­ta­ti­ons­schrift (meist direkt nach dem Deck­blatt) ein­ge­fügt und dem Text vor­an­ge­stellt. Typi­scher­wei­se wird für das Impres­sum eine eige­ne Sei­te bereit­ge­stellt, auf wel­cher die Pflicht­an­ga­ben in einem geson­der­ten Schrift­bild zusam­men­fas­send prä­sen­tiert wer­den. Häu­fig wird dabei ein schlich­ter Schrift­satz und eine klei­ne Schrift­form gewählt, um mög­lichst alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen unter­zu­brin­gen.

 

War­um Sie ein Impres­sum für Ihre Dis­ser­ta­ti­on brau­chen

Wie ein­gangs erwähnt, unter­lie­gen in Deutsch­land alle Bücher – egal, ob Print­aus­ga­be oder E-Book – der Impres­sums­pflicht. Die­se wird im Rah­men des lan­de­spe­zi­fi­schen Pres­se­rechts gere­gelt und sieht grund­sätz­lich vor, dass jedes ver­öf­fent­lich­te Werk ein Impres­sum beinhal­ten muss. Ist das Impres­sum unvoll­stän­dig oder fehlt kom­plett, liegt eine Ord­nungs­wid­rig­keit vor und es muss im schlimms­ten Fall mit einer fünf­stel­li­gen Geld­stra­fe gerech­net wer­den.

 

Aus recht­li­cher Sicht erfüllt das Impres­sum eine Infor­ma­ti­ons­funk­ti­on: Die Pflicht­an­ga­ben sol­len Aus­kunft über die für den Inhalt ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen­krei­se geben, an die mög­li­che Ansprü­che gestellt wer­den kön­nen. Dazu zäh­len unter ande­rem Autor, Ver­lag und ande­re redak­tio­nel­le Betei­lig­te. Sehen wir uns den Auf­bau und die ein­zel­nen Bestand­tei­le eines Impres­s­ums nun etwas genau­er an.

 

Die­se Anga­ben gehö­ren in ein Impres­sum

Das Impres­sum Ihrer Dok­tor­ar­beit muss die Pflicht­an­ga­ben zu Ihrem Buch beinhal­ten, die das ent­spre­chen­de Bun­des­land im Pres­se­ge­setz fest­legt. Es gel­ten also die recht­li­chen Vor­schrif­ten aus dem Bun­des­land, in wel­chem Sie Ihren Wohn­sitz haben (falls sie selbst ver­öf­fent­li­chen) bzw. in wel­chem sich die Geschäfts­adres­se Ihres Ver­lags befin­det (falls Sie über einen Ver­lag ver­öf­fent­li­chen).

 

Grund­sätz­lich unter­schei­den sich die Pflicht­an­ga­ben also, aber: Es gibt vie­le Gemein­sam­kei­ten, ähn­li­che Anga­ben und einen ver­gleich­ba­ren Auf­bau der Impres­s­ums­sei­te.

 

Zu den ver­bind­li­chen Anga­ben zäh­len in der Regel:

  • Name des Autors
  • Titel des Wer­kes
  • Name des Ver­lags
  • Anschrift des Ver­lags
  • Name der Dru­cke­rei
  • Anschrift der Dru­cke­rei

 

Übli­cher­wei­se wer­den die fol­gen­den Anga­ben zusätz­lich in das Impres­sum auf­ge­nom­men:

  • Erschei­nungs­jahr
  • Erschei­nungs­ort
  • ISBN
  • Auf­la­gen­num­mer
  • Nen­nung der Betei­lig­ten bei Umschlag­ge­stal­tung, Umschlag­bild etc.
  • Nen­nung der Betei­lig­ten bei Satz, Lay­out etc.
  • Nen­nung der Betei­lig­ten bei Lek­to­rat, Kor­rek­to­rat etc.
  • Über­set­zer

 

Ergän­zend kön­nen die fol­gen­den Hin­wei­se berück­sich­tigt wer­den:

  • Hin­weis auf die Auf­nah­me in die Deut­sche Natio­nal­bi­blio­thek
  • Hin­weis auf den Schutz des Werks durch das Urhe­ber­recht
  • Hin­weis auf Mög­lich­kei­ten zum Erwerb der Dok­tor­ar­beit

 

Die­se Anga­ben vari­ie­ren je nach Bun­des­land und dem ent­spre­chen­den Pres­se­ge­setz. Daher habe ich die 16 ver­schie­de­nen Gesetz­tes­tex­te im Fol­gen­den für Sie gesam­melt und ver­linkt.

 

Über­sicht: Pres­se­ge­set­ze in Deutsch­land (nach Bun­des­land)

Das Pres­se­recht ist Län­der­sa­che, wes­halb in den ein­zel­nen Bun­des­län­dern unter­schied­li­che Pres­se- bzw. Medi­en­ge­set­ze gel­ten. Die­se Geset­ze sind im Gro­ßen und Gan­zen ähn­lich. Die für Ihr Bun­des­land gel­ten­den Rege­lun­gen kön­nen Sie ent­we­der unter presserecht.de ein­se­hen oder über die die nun fol­gen­de Auf­lis­tung aus­wäh­len:

 

Die­se Zusam­men­stel­lung wur­de nach bes­ten Wis­sen und basie­rend auf einer aus­führ­li­chen Recher­che durch­ge­führt. Den­noch han­delt es sich um Sekun­där­quel­len, auf deren Gestal­tung ich kei­nen Ein­fluss habe. Sie spie­geln den aktu­el­len Stand zum Ver­öf­fent­li­chungs­zeit­punkt die­ses Arti­kels wider – müs­sen jedoch ohne Gewähr ange­nom­men wer­den. Eine sorg­fäl­ti­ge Über­prü­fung ist vor der Ver­wen­dung unum­gäng­lich, damit Sie Feh­ler bei der Erstel­lung Ihres Impres­s­ums ver­mei­den.

 

So erstel­len Sie ein Impres­sum für Ihre Dok­tor­ar­beit

Nun habe ich noch eine ein­fa­che Schritt-für-Schritt-Anlei­tung für Sie vor­be­rei­tet, mit deren Hil­fe Sie in kur­zer Zeit ein eige­nes Impres­sum für Ihre Dok­tor­ar­beit erstel­len kön­nen.

 

Schritt 1:

Infor­mie­ren Sie sich über die lan­des­spe­zi­fi­schen Pflicht­an­ga­ben für Ihr Impres­sum!

(Die­se Anga­ben fin­den Sie in dem jewei­li­gen Pres­se­ge­setz für Ihr Bun­des­land.)

 

Schritt 2:

Erstel­len Sie eine eige­ne Impres­s­ums­sei­te mit allen rele­van­ten Pflicht­an­ga­ben!

(Legen Sie dazu eine neue Sei­te in Ihrem Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm an.)

 

Schritt 3:

Ergän­zen Sie die Pflicht­an­ga­ben durch zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen, falls dies erwünscht ist!

(Nen­nen Sie zum Bei­spiel betei­lig­te Per­so­nen (Lek­to­rat, Umschlag­ge­stal­tung etc.).)

 

Schritt 4:

Ergän­zen Sie die Pflicht­an­ga­ben durch zusätz­li­che Hin­wei­se, falls dies erwünscht ist!

(Füh­ren Sie zum Bei­spiel Hin­wei­se zur Auf­nah­me in die Deut­sche Natio­nal­bi­blio­thek oder auf den Schutz des Werks durch das Urhe­ber­recht an.)

 

Schritt 5:

Ord­nen Sie die Anga­ben in the­ma­tisch pas­sen­de Blö­cke und wäh­len Sie ein pas­sen­des Lay­out!

(Sor­tie­ren Sie die Anga­ben und legen Sie eine pas­sen­de Schrift­art und -grö­ße fest.)

 

Vor­la­ge für das Impres­sum Ihrer Dok­tor­ar­beit

Doch bevor Sie nun ganz von vor­ne anfan­gen und ein eige­nes Impres­sum auf­bau­en, habe ich noch ein klei­nes Geschenk für Sie: Ich habe eine prak­ti­sche Vor­la­ge für ein Stan­dard-Impres­sum erstellt, wel­ches Sie sich hier her­un­ter­la­den kön­nen:

 

 

Für mei­ne eige­ne Dok­tor­ar­beit habe ich eben­falls mit die­ser Vor­la­ge gear­bei­tet. Außer­dem nut­ze ich sie wei­ter­hin für neue Buch­pro­jek­te und Publi­ka­tio­nen. Für die Autorin­nen und Autoren unse­res Sum­ma­Cum­Lau­de-Ver­lags und bei doktorarbeit-drucken.de gehen wir eben­falls von die­sem Impres­sum aus und pas­sen es ledig­lich an die lan­des­spe­zi­fi­schen Gege­ben­hei­ten an. Den­noch soll­ten Sie der Vor­la­ge nicht blind ver­trau­en, son­dern gründ­lich prü­fen und mit Ihren ganz per­sön­li­chen Anfor­de­run­gen ver­glei­chen. Als Ori­en­tie­rungs­punkt oder Arbeits­grund­la­ge eig­net sie sich jedoch opti­mal.

 

Fazit

Für die Ver­öf­fent­li­chung Ihrer Dok­tor­ar­beit benö­ti­gen Sie ein kor­rek­tes Impres­sum, wel­ches die Anfor­de­run­gen des gel­ten­den Pres­se­rechts erfüllt. Dabei ist es wich­tig, dass Sie alle Pflicht­an­ga­ben berück­sich­ti­gen und die­se kor­rekt in Ihre Dis­ser­ta­ti­on ein­bin­den. Doch Ach­tung: An die­ser Stel­le kön­nen ohne pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung teu­re Feh­ler ent­ste­hen, die zudem Zeit und Ener­gie kos­ten.

 

Aus die­sem Grund habe ich Ihnen die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zum The­ma „Impres­sum“ in die­sem Arti­kel zusam­men­ge­fasst. Außer­dem habe ich eine prak­ti­sche Vor­la­ge samt Bei­spiel für Sie erstellt, die Sie sich oben kos­ten­los her­un­ter­la­den kön­nen.

 

Mit die­sen Infor­ma­tio­nen kön­nen Sie pro­blem­los ein eige­nes Impres­sum erstel­len. Falls Sie dabei wei­te­re Hil­fe benö­ti­gen, mel­den Sie sich ger­ne bei mir – ich hel­fe gern!

 

Viel Erfolg bei der Ver­öf­fent­li­chung Ihrer Dis­ser­ta­ti­on!

Tim Reichel

Tim ist Wirtschaftsingenieur und Mitgründer von doktorarbeit-drucken.de. Im Jahr 2014 gründete er zudem den Studienscheiss Verlag und arbeitet seitdem als selbstständiger Autor, Verleger und Wirtschaftsberater.

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